LYRIKYOGA.de - kostenloses eBook & PDF

(Für "zusätzliche Betreuungskräfte" gemäß §53c SGB XI, vorher §87b, mit Auswirkung auf §43b)

Download
LYYO: LYRIKYOGA - Gestisch-gymnastische Lyrikrezitation bei Demenz und Depression
Arbeitsmaterial für zusätzliche Betreuungskräfte nach §53c SGB XI
LYRIKYOGA.de PDF-Version 2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.1 MB

Das kostenlose eBook lässt sich bei Amazon @ www.DEMENZYOGA.de

und als iBook bei iTunes (Apple Store) @ www.SITZYOGA.de downloaden


LYYO: LYRIKYOGA - gestisch-gymnastische Lyrikrezitation bei Demenz und Depression

Kostenloses eBook/iBook mit 18 Gedichtbeispielen und einer Anleitung des Aktivierungsangebotes @ www.DEMENZYOGA.de

Interdisziplinäres LYYO-Angebot (gesprochen: "Lüjo"): Lyrikyoga - gestisch-gymnastische Lyrikrezitation bei Demenz und Depression / Nach über 20 Jahren Selbsterfahrung als Lyrikperformer und Taijiquan-Praktizierender kombiniere ich mein Wissen mit dem, was ich im Betreuungsalltag mit Senioren erlebe, um ein interdisziplinäres, integrales Aktivierungsangebot zu schaffen, das Minimalsport mit Hirnjogging und Gegenwartslyrik verbindet und eine Abwechslung zur normalen Vorlesestunde darstellt, bei der viele einschlafen, weil sie von zu viel Text zu schnell hintereinander geistig überfordert und dabei körperlich unterfordert sind. Was z.B. in Sitztanz-Gruppen mit Musik versucht wird, geschieht beim LYrikYOga mit gesprochener Poesie: einzelne Wörter und kurze Gedanken werden beim Rezitieren theatralisch ausgedrückt. Je nach körperlicher Beweglichkeit und geistiger Anwesenheit des Klientels kommt es zu extrem minimalen Gesten oder auch zu regelrecht gymnastisch anmutenden, ausschweifenden Reaktionen. Das Gedächtnis und die geistige Anwesenheit an sich wird durch die poetischen Begriffe angeregt und durch die Kopplung an körperlich-theatralische Stimulationen ganzheitlich aktiviert. Demente und Depressive erfahren dabei ganz frei von irgendeinem Leistungsdruck ihre eigenen kleinen Glücksmomente und helle Gemütszustände, die den Tag nicht nur versüßen, sondern dadurch nebenbei auch therapeutisch wirken. Im Sinne der “integrativen Validation” lässt sich die LYYO-Methode sogar “nebenbei im Vorübergehen” anwenden: wer im Moment der Begegnung (z.B. auf dem Stationsflur trotz Stress!) empathisch und kurz konzentriert kommuniziert, reagiert beinahe automatisch auf einen Dementen oder Depressiven mit langsamen, kurzen “bestätigenden” Bemerkungen und erfährt das spontane Lächeln von Menschen, die Deine volle, mitfühlende Aufmerksamkeit benötigen, um sich in ihrer Haut wohl zu fühlen und die Geborgenheit zu empfinden, die Du sie spüren lässt...

Integrales Hirnjogging - keine einschläfernde Vorlesestunde mehr: poetische Wörter rituell wiederholt mit gymnastischen Gesten ausdrücken! Die LYYO-Methode der Zeitlupen-Rezitation eignet sich nicht nur für Demente und Depressive sondern jeden Literaturbegeisterten, der tiefer in die "Zauberkraft der Sprache (Buchtitel von Wolf Schneider) eindringen will anstatt ein schwieriges, modernes Gedicht einfach nur "schnell runter zu lesen". Am Beispiel des im YouTube-Video (siehe unten) rezitierten Kurzgedichtes "TÜMPEL" des Lyrikperformers Tom de Toys von 1992 aus dem Buch "DAS GESPÜR FÜR DIE WELT" (www.Poem2go.de) sei diese Kopplung von Poesie und Minimalsport exemplarisch verdeutlicht. In der Runde können nach der Begrüßung zunächst großformatig laminierte Fotos der literarischen Objekte (Fische, Frösche, Wasser, Libelle, Lotusblüten) herumgereicht werden, um das visuelle Gedächtnis anzutriggern, den Geist quasi vorzuwärmen. Danach beginnt die rituelle Rezitation der einzelnen Wörter, für die jeweils kleine Gesten erfunden werden, die den Wortinhalt symbolisieren, z.B.

"Keine" = Hände mit ausgestreckten Zeigefingern vor dem Gesicht oder Bauch hin und her schwenken (minimiert: einfach nur mit den Zeigefingern tippen); "Fische" = Mund rund geformt öffnen und schließen (Fischmaul), Arme dabei wellenförmig hin und her schwenken; "Frösche" = leicht in die Knie gehen und auf der Stelle hüpfen (minimiert: von einem aufs andere Bein aufsetzen, im Stehen gehen, bei kompletter Unbeweglichkeit einfach nur "quack, quack!" ausrufen und die anderen Teilnehmer beobachten); "Wasserblüten" = Handflächen nach oben öffnen und Arme nach außen anheben (das Öffnen der Blüte); "Vögel" = abwechselnd mit angewinkelten Ellbogen alle Finger wie beim Klavierspiel lockern (das Gefieder nachahmen) und dann die Arme weit ausbreiten, um Flugzeug zu spielen; "plantschen" = die angewinkelten Ellbogen abwechselnd öffnen und wieder an den Körper heranziehen; "Eine Libelle" = mit weit ausgestreckten Armen die Hände schütteln; "kurvt" = Kopf in der Zahl-Acht-Form kreisen und dabei mit weit aufgerissenen Augen die gegenüber stehenden Teilnehmer anlächeln; "Mir ins Gemüt" = die ausgestreckten Arme nun langsam vor der Brust verschränken und dann Brust, Herz und Bauch mit den Händen liebevoll kreisend streicheln...

Die 18 Beispielgedichte im kostenlosen LYYO-eBook/iBook entstammen dem Gedichtband "DAS GESPÜR FÜR DIE WELT", der 2015 den Kuno-Twitteraturpreis erhielt:

Weiterführende Hintergrundliteratur des selben Autors:

Ein weiteres Beispiel für Zeitlupen-Rezitation ist die Vertonung des Gedichtes "KONTAKT" mit klassischem Rebirth-Technosound auf YouTube (www.DirektePoesie.de), die bereits lange vor der Entwicklung von Lyrikyoga entstand. Wer sich selber imstande sieht, Texte derart langsam und rituell zu rezitieren, hat auf jeden Fall die beste Voraussetzung, auch LYYO-Angebote für Senioren zu machen. Die passenden Gedichte müssen natürlich gefunden werden! Oft können Demente noch Lieder oder Gedichte, die sie in der Schule lernten, auswendig: das lässt sich wunderbar aufgreifen, da es nebenbei auch "biografische Arbeit" ermöglicht!